Getreide, als Korn in seiner natürlichsten Form, unbehandelt und vor allem keimfähig, ist mit das wertvollste Nahrungsmittel das wir verzehren können.
Unbehandelter, keimfähiger Weizen z.B. ist ein wahrer Lebensbrunnen. Weizen enthält Vitamine, Proteine, viele Enzyme, Aminosäuren, Mineralien, Spurenelemente und Fett.
Vitamine:
Carotin, E, B1, B2, Nicotinamid, B6,B12, Panthothensäure, Biotin und Folsäure
Mineralstoffe und Spurenelemente:
Silizium, Cobalt, Fluor, Magnesium, Eisen, Aluminium, Kalk, Kupfer, Natrium, Zink, Nickel, Selen, Arsen, Molybdän, Chrom, und weitere.
Feingemahlenes Weizenmehl besteht dagegen fast ausschließlich nur noch aus Stärke. Alle wertvollen Bestandteile gehen beim Mahlprozess und durch Oxidation des Mehls an der Luft verloren.
Dabei sind unbehandelte Getreidekörner, in ihrer Beschaffenheit, eine natürliche Konserve. Wenn sie erst kurz vor dem Verzehr geschrotet werden, ist das wertvolle, heilende Nahrung.
Sigwald Bommer und Lisa Bommer-Lotzin berichten über die Ernährung der Griechen und Römer:
Getreide habe den römischen Legionären über Monate als alleinige Marschverpflegung gedient. So soll jeder Legionär 750 g Getreide als Tagesverpflegung bekommen haben. Teils wurde Brei daraus zubereitet, teils wurde Fladenbrot daraus gefertigt und etwa 1/3 erhielt ein Legionär als Körner in seinen Lederbeutel. Während der langen Fußmärsche und bei Kampfeinsätzen ernährten sich diese Legionäre indem sie die unbehandelten Körner zerkauten. Dadurch waren sie stets gut verpflegt und einsatzbereit.
Fleisch galt beim römischen Heer, dessen Männer über lange Zeiträume großen Strapazen ausgesetzt waren, sogar als minderwertige Hungernahrung. Jede Kampftruppe war mit einer Getreidemühle ausgestattet, mit der das Getreide erst kurz vor der Zubereitung geschrotet wurde.
Der bekannte britische Fernsehsender, BBC strahlte im Jahr 2006 eine Dokumentation über römische Gladiatoren aus. Hier wurde über Untersuchungen an den Skeletten aus Gladiatorengräbern berichtet. In einem speziellen Verfahren wurden Ablagerungen in den Knochenstrukturen nach Hauptnahrungsbestandteilen jener Menschen untersucht. Dabei konnte das wissenschaftliche Team nachweisen, dass sich auch die römischen Gladiatoren hauptsächlich von Getreide ernährt haben mussten.
Wird Getreide gemahlen oder geschrotet, gehen die wertvollen Inhaltsstoffe jedoch innerhalb weniger Stunden fast vollständig verloren. Deshalb sind alle fertigen Mehle und Schrote, die wir im Handel kaufen können, nahezu wertlos. Der menschliche Organismus kann dieses „tote Material“ nur noch in Zucker und Fett umwandeln.
Damit wir die vielen, wertvollen Inhaltsstoffe nutzen können, ist es wichtig, dass wir Getreide erst kurz vor dem Verzehr schroten.
Für die Verdauung sind frisch geschrotete Getreide außerdem, komplexe Kohlehydrate mit wertvollen Ballaststoffen. Der Stoffwechsel wird davon stark aktiviert. Ein Müsli mit frisch geschrotetem Getreide verursacht ein angenehmes Sättigungsgefühl, das über Stunden anhält. Es gibt spürbar Kraft und Energie für den ganzen Tag. Die Vitamine aus dem B-Komplex sind ausserdem sehr gut für Gehirn und Nerven.