EUR 19,80
2 Kundenrezensionen – siehe unter Kommentare
Schrot statt Schrott

365 mal Frischkorn zum vollwertigen Frühstück

Kurzbeschreibung
Frischkorngerichte sind einer der Grundpfeiler der Vollwertkost. Wer einmal ein solches Frühstück probiert hat, ist begeistert von der langanhaltenden Sättigung, dem Geschmack und der Energie, die ein Frischkorn-Gericht vermittelt. Dies kann übrigens auch zu einer anderen Tageszeit verzehrt werden.

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2 Kommentare zu „Schrot statt Schrott“

  • Ich glaube, das kennen viele Vollwertler: Einige Wochen lang kann es gar nicht genug Sahne im täglichen Müsli sein, dann wieder will man sie gar nicht mehr sehen und sucht nach Alternativen mit Nussmus oder ähnlichem. Genauso verhält es sich, jedenfalls bei mir, mit den anderen Zutaten – Abwechslung tut Not. Da kommt dieses Buch gerade recht, um sich nicht eines Tages dabei zu erwischen, dass der Brei zur Pflicht statt zur Freude verkommt.

    Wieder hat mich überrascht, was es in Frau Wilkesmanns reichem Ideenfundus doch zu entdecken gibt. Dabei schätze ich besonders die “Bonus”ideen, wie z.B. Marzipan oder Schokocreme als Deko für das Geburtstagsfrühstück. Aber auch Dinge, auf die ich einfach selbst nicht komme, wie z.B. Pfefferminze als Würzkraut zu nutzen oder den Brei mal würzig mit selbstgemachtem Sauerkraut anzusetzen.

    Wie in den vorangegangen Büchern der Autorin führte die Lektüre dazu, dass ich auch selbst einmal wieder etwas wagemutiger kombiniere. Besonders wichtig könnte das Buch auch für den im Familienverbund Lebenden sein. Dort gilt es schließlich, die Vorlieben und Abneigungen eines jeden einzelnen zu berücksichtigen. Ich bin sicher, mit diesem Handbuch kann ein renitenter Frischkornbreiverweigerer zumindest zu einer erneuten Kostprobe überredet werden. Wenn es z.B. bei einem ablehnenden Kind zunächst nur über die Marzipanbeigabe (die ja schnell selbst hergestellt ist) geht – warum nicht? Der Zweck heiligt die Mittel und ein Anfang wäre gemacht.

    365 Rezepte auf 210 Seiten – und trotzdem wieder alles mit Bild und jeweils einer Fotoseite für den Monat, Respekt. Wie gewohnt auf den restlichen über 30 Seiten viele Erläuterungen zu verwendeten Zutaten und Austauschvorschläge. Insgesamt ein Buch, dass ich sicher immer wieder zur Hand nehmen werde, wenn ich mich denn doch erneut bei einem Einheitsbrei erwische.

    Rating: 5 / 5

  • Unfasslich für mich – und doch gibt es noch so etwas auf dem Sachbuchmarkt: Eine ungefakete Dokumentation der Autorin, über einen Zeitraum von 365 Tagen – und Ute-Marion Wilkesmann ist für Vollwertfreaks längst eine bekannte Größe.

    Das bedeutet über ein Jahr hinweg, jeden Tag eine andere, vollwertige Frühstücksvariation auf den Tisch zu bringen und dabei die Herstellung akribisch genau zu dokumentieren. Dadurch kann aber auch jeder exakt die entsprechenden Gerichte zum Tagesanfang nacharbeiten, ach, was sage ich: nachgenießen.

    ALLEINE DER TITEL FÜR SICH IST KNUFFIG und wie aus dem Prolog zu entnehmen, bedauert Testesser Eric Mark Charlton dann auch sehr nachhaltig, dass dieses Buch produziert ist, denn noch nie zuvor in seinem Leben durfte er jeden Morgen eine andere leckergesunde Frühstücksvariante probieren.

    Die Autorin rechnet nicht damit, dass jeder, der dieses Buch in die Hand nimmt, mit den Begriffen der vollwertigen Ernährung vertraut ist. Deshalb führt sie ihre Leserschaft mit Hilfe der DR. BRUKER’SCHEN vier JA’S und den vier NEIN’S, mit denen sich Vollwertkost beschreiben lässt, an die Sache heran.

    Wichtig erscheint es der Autorin in der Einführung zum Buch, nochmals ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass sie, genau über die Zeitdauer eines Jahres, sämtliche angeführten Frühstücke selbst hergestellt und protokolliert hat. Folglich sind identische Arbeitsvorgänge möglicherweise auch einmal anders beschrieben und sie schreibt, dass – egal welche gelegentlich notwendigen Geräte von ihr benutzt wurden – die üblichen, in jedem Haushalt normalerweise vorhandenen Hilfsgeräte, benutzt werden können, ohne, dass etwas auch nur ein paar Sekunden länger dauert.

    Sehr informativ und hilfreich sind auch die jedem Frühstück vorangestellten Übersichtstabellen. Dort sind die jeweils wichtigen Angaben auf einen Blick zusammengefasst, bezüglich Geschmacksrichtung (z.B. süß oder herzhaft) , roh, vegan, Gerätenutzung, Schrot, Personenzahl, für die das Gericht in den dann angeführten Mengen gedacht ist, usw.

    Ausführlich wird auf die häufig verwendeten ZUTATEN verwiesen und wie die gebraucht wurden; alles ergänzt durch eine AUSTAUSCHTABELLE, die eben das anführt, was man ersatzweise verwenden kann, wenn vielleicht einmal die eine oder andere der angeführten Zutaten nicht zur Hand sein sollte – wer macht sich sonst diese Mühe? Wichtig erscheint mir auch die Anmerkung, dass es sich bei den von ihr angeführten Zutaten nicht etwa um irgendwelche exotischen Produkte handelt. Das alles sind Lebensmittel, die Jedermann überall im deutschen Handel erstehen kann.

    Jedes Rezept ist auch durch eine entsprechende schwarz-weiß oder Farbfotografien des fertigen Frühstücks ergänzt und dokumentiert.

    Auf Seite 237 ff findet der faszinierte Leser, nach dieser grandiosen Auswahl an Frühstücken, noch die Abteilung BEGRIFFE, ERKLÄRUNGEN UND HINWEISE, gefolgt von einer alphabetischen Auflistung der Rezepte mit Seitenangaben und schließlich auch noch ein paar Worten über die Autorin, der man das damit verbundene Glück ansieht, sich irgendwann einmal zur Vollwertkost entschlossen zu haben.

    Eine dicke Empfehlung für dieses Sachbuch. Wer da nichts findet ist selbst dran schuld. Und: Hut ab, auch vor dem unglaublichen Aufwand, den die Autorin, im Gegensatz zu manch anderen Sachbuchautoren in diesem Genre, nicht scheute. HMcM

    Rating: 5 / 5

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